Mittwoch, 24. Februar 2010

15.01. - 30.01.

Hier ein kleiner Zwischenbericht, der folgenden 2 Wochen:

In Melbourne war ich dann, wie bereits erwähnt bei den Australian Open. Dort habe ich 12 Stunden live Tennis gesehen. Zum Glück hatte ich ein Ticket für die Arena, da es ein recht regnerischer Tag war und es draußen viele Unterbrechungen gab. In der Rod Laver Arena und auf den Außenplätzen habe ich dann weltweite Tennisgrößen, wie Sharapova, Nadal, Murray, Kohlschreiber, Gonzales, Klisters, Monfils,... gesehen. Es war richtig klasse und auch das drumherum hat viel Spaß gemacht.
So bin ich in Melbourne in den folgenden Tagen, da ich leider keine Arbeit finden konnte, häufig auf dem Federation Square gesessen und habe zwischen Straßenkünstlern und Tennis à la public viewing auf einer riesigen Leinwand gewechselt. Die Stimmung war bei den entsprechenden Spielen richtig gut.
Auch den Australia Day habe ich größtenteils auf dem Federation Square verbracht. Es gab ein kleines Konzert, ein Feuerwerk und alle sind mit australischen Flaggen herumgelaufen. Vor allem aber war wieder einmal das Tennisspiel und vor allem die Stimmung dabei genial. Andy Murray gegen Raffael Nadal.
In meiner Zeit in Melbourne musste ich aber auch Verluste beklagen. Zum einen habe ich nach 6 Monaten und 13.600km als Fahrer + 4.000km als Beifahrer meinen guten alten Aze verkauft. Nach einer etwas längeren Anlaufzeit hat sich dann doch gleich der zweite Interessent zum Kauf entschieden. Mit Einkaufspreis = Verkaufspreis war ich schnell einverstanden. Allerdings zog es sich noch eine ganze Weile hin, bis der Franzose, dem ich Aze verkauft habe, das Geld beisammen hatte. Bevor er das Auto letztendlich gekauft hat, wollte er verständlicher Weise noch einen Check bei einer Werkstatt machen lassen. Auf dem Weg dahin, meiner letzten Fahrt mit meinem geliebten Falcon, hatte ich dann auf einer Kreuzung einen Beinahe-Crash.
Während des Checks wuchs, trotzdem ich wusste, dass Aze ein gutes Auto ist, meine Nervosität, dass der Mechaniker doch noch was finden würde. Glücklicherweise waren es nur Kleinigkeiten, die gefunden wurden und ich bin dann ganz schnell mit einem dicken Geldbeutel, der sich nicht mal mehr schließen ließ, zur Bank gelaufen, um das Geld auf meinem Konto zu sichern.
Außerdem habe ich den Verlust meiner geliebten Adidas Schuhe hinnehmen müssen. Sie haben mir lange Jahre gute Dienste geleistet und ich werde sie vermissen.
Nach dem Verkauf Azes habe ich dann noch die Versicherung gekündigt und bekomme die Hälfte zurück, was mich als Backpacker, der sich über jeden Cent freut, natürlich glücklich gemacht hat.
Letztendlich habe ich mich in Melbourne so lange aufgehalten, dass ich in 3 verschiedene Hostels musste und insgesamt 6 verschiedene Räume hatte. Der Grund dafür waren die Australian Open, durch die alle Hostels ziemlich voll waren.
Am Ende war es mir dann aber doch nicht vergönnt, das Tennisfinale am FedSquare zu erleben, da ich einen Roadtrip gefunden hat, der fast genau meinen Plänen entsprochen hat, aber leider schon am 27.01. beginnen sollte.
Das war Melbourne, eine schöne Stadt, in der ich mich aber rückblickend eigentlich zu lange aufgehalten und (zu)viel Geld gelassen habe.

Am 27.01. ging es dann mal wieder auf Tour. Thomas, dem das Auto, ein Nissan Nomad mit 8 Sitzen, gehört hat mich morgens am Hostel aufgegabelt. Allerdings war ich nur der 2., sodass der Beifahrersitz schon von Flo, einem weiteren Deutschen in Beschlag genommen war. Im Verlauf des Tages haben dann noch Erik, ein Kanadier, Tuisku, eine Finnin und Peter, einen Holländer im Van Platz gefunden. Als dann alle an Bord waren ging es für mich zum 3. mal auf die Great Ocean Road. Gecampt haben wir dann aber an einem mir noch unbekannten Spot, der Blanket Bay. Es war ein richtig schöner Campspot, direkt am Meer, mit Feuerstelle. Wir hatten jedoch keinerlei Isomatten oder Luftmatratzen, sodass wir im Zelt eine wunderschöne bequeme Nacht hatten.
Am nächsten Tag ging es weiter und es hieß mal wieder die Hauptattraktionen (12 Apostel etc.) anzufahren. Wir sind noch bis kurz vor die Grenze zu South Australia gefahren und haben dort auf einem Rastplatz im Wald unser Nachtlager aufgeschlagen. Bevor es dunkel wurde, versuchten Peter, Erik und ich uns mit dem neu bei Coles gekauften Cricketset mit mäßigem Erfolg am Cricketspielen.
Am Freitag fuhren wir weiter nach Mt Gambier. Dort schauten wir uns den Blue Lake an, einem -wer hätte es gedacht- tiefblauen See, in dem wir leider nicht schwimmen konnten, an, sowie das Sinkhole. Das Sinkhole ist eine eingestürzte Höhle, in dem man einen Garten angelegt hat. Sah richtig schön und gemütlich aus. Unser abendliches Ziel diesmal war Long Point. Es war extrem windig, dass wir den Van so vor die Tische und Bänke gefahren haben, dass wir ein wenig Windschatten hatten. Am nächsten Morgen hatten wir dann ein anderes Problem: Fliegen. Diesmal aber nicht die großen, sondern die kleinen in Fruchfliegengröße. Und es gab Milliarden davon.
Dadurch wurde unser Frühstück beschleunigt und wir machten uns auf in Richtung Goolwa, von wo wir eigentlich einen Trip nach Känguru Island buchen wollten. Als wir dort jedoch ankamen und die Preise sahen, war die Tour dorthin recht schnell abgeblasen. An Stelle davon sind wir an den Strand gefahren und haben auf einem echten Campingplatz übernachtet, auf dem wir ein delicious BBQ hatten.

Fortsetzung folgt....bald....wahrscheinlich ;-)